| Privatprojekt : Altbauwohnung (Auszüge und Teilaspekte meiner Beratung)
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Der Grundriß und die Elemente Der Grundriß hat eine extrem langgestreckte Form. Für mich symbolisiert er dadurch das Element HOLZ. Die Form hat etwas eindeutig zielgerichtetes. Auch, wenn sich die Eingangstür an der langen Seite befindet, drängt sich mir die Form eher als Hochformat auf, nicht liegend. Sie verjüngt sich etwas in eine Richtung, was aber auf der anderen Seite die Richtungsanzeige noch unterstützt. Der zweite Eindruck ist dem Element WASSER zuzuordnen. Wie eben beschrieben, bröckelt die rechteckige Form an einer Seite ab. Durch die Abstufungen und Einbuchtungen bekommt der Grundriß auch etwas wässriges, was für mich aber nicht im Vordergrund steht. Ich habe eher noch eine andere Assoziation: würde man die Verjüngung auf der einen Seite optisch weiterdenken, würde sie in ein Spitze auslaufen, und dem ganzen eine dreieckige Form verleihen, die dem Element FEUER entspricht.In jeden Fall hat der Grundriß etwas stark richtungsweisendes, auf ein Ziel gerichtet. Ein weiterer wichtiger Aspekt liegt in der »Teilung« des Grundrisses. Der vordere Teil der Wohnung setzt sich eindeutig zum hinteren Teil der Wohnung ab. Hier besteht eine Art von Hierarchie oder Wertigkeit, die früher auch durch die Herrschaften und ihre Bediensteten charakterisiert wurde. Der Trackt, indem der Flur schmal verläuft, war früher der Dienstboten-Bereich. Küche, Speisekammern und Mädchenzimmer wurden vorrangig von ihnen genutzt. Dadurch wirkt der Raum, nach hinten zum Kanal gelegen, eher vom Rest der Wohnung isoliert. Hier müßte man versuchen wieder eine Verbindung herzustellen, um eine wohnliche Einheit zu schaffen.Durch die vielfach vorhandenen Türen, besonders im vorderen Bereich der Wohnung, wirken die Zimmer sehr offen, aber auch durchläßig, alles geht ineinander über, viele Richtungen sind möglich. Im mittleren Bereich der Wohnung gibt es zwar auch viele Türen, sie wirken aber nicht so einladend, sondern wesentlich verschlossener, da sich die Türblätter nach außen zum Flur hin öffnen. Dieser Teil macht einen wesentlich komprimierteren, gedrängteren Eindruck.
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| Der Chifluß. Verteilung der Energie
Yin und Yang Die drei großen ineinanderübergehenden Zimmer zur Straße würde ich dem yang-Bereich zuordnen, wie auch den Eingangsbereich. Die drei Räume nach vorne liegend sind groß, hell und eher laut, da sie zur Straße liegen. Auf Höhe der Wohnung fährt vorne die U-Bahn vorbei.Dort, wo der Flur schmaler wird, betritt man eher den yin-Bereich der Wohnung. Der Flur wird dunkler und enger. Auch das Schlafzimmer nach hinten ´raus ist ruhiger gelegen und durch die Bäume davor etwas abgedunkelt. Im Grunde ist die Wohnung in zwei Hälften geteilt, den yin- und den yang-Bereich. Die beiden Abschnitte sind relativ klar voneinander getrennt. Eine Ausnahme bildet nur die Küche, die durch ihre inhaltliche Struktur dem yang zugewiesen wird. Hier wird gekocht, ist Aktivität, Feuer und Leben von Natur aus vorhanden. Sie liegt hier sozusagen im Grenzbereich.Auch von den Himmelsrichtungen her betrachtet, trifft diese Einteilung zu. Der Eingangsbereich liegt im Süden, Kinder-, Wohn- und Eßzimmer im Südosten, während die Küche, Schlafzimmer und Abstellkammern im Nordwesten angesiedelt sind.Von der Verteilung der Räume her, scheint die Nutzung auf den ersten Blick sinnvoll zu sein. Die größere Aktivität in den yang-Zimmern, der Schlafraum im yin-Bereich.Das Verhältnis von yin und yang ist einigermaßen ausgewogen. Beide Bereiche sind vorhanden. Von der Nutzbarkeit der Räume und der Gesamtfläche her gesehen, würde ich sagen, daß yang überwiegt.Die Bewohnerin hatte selbst den Wunsch geäußert, eine Rückzugsmöglichkeit für sie einzurichten. Das heißt, in diesem Zusammenhang könnte man einen weiteren yin-Bereich errichten, um einen Ausgleich zu schaffen.
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Thematik. Zusammenfassung der Gespräche |
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Im Zusammenhang mit der Familie, stellt sich auch hier eine hierarchiesche Problematik dar, in dem Sinne, daß das Zimmer des Sohnes, im vorderen Trakt der Wohnung, einen zu großen Stellenwert innerhalb der Familie einnimmt. An erster Stelle in der Familiensituation sollten die Eltern/Partnerschaft stehen und nachfolgend die Kinder. Ich würde vorschlagen, Schlaf- und Kinderzimmer zu tauschen, um im vorderen Teil einen geschlosseneren Bereich für die Eltern einzurichten. Zugegeben beinhaltet diese Lösung den Aspekt, eher das Kind zu isolieren, doch dagegen kann mit gemeinschaftlichen Aktionen und bewußtem Einbeziehen entgegengewirkt werden. So hätte aber das Kind nicht mehr den Status, direkt im Mittelpunkt allen Geschehens zu stehen, was für alle Beteiligten eine optimalere Platzierung in der Familienstruktur darstellen, und zum Wohlbefinden aller beitragen würde. Wenn der Sohn etwas älter ist, wird er die relative Abgeschiedenheit des Raumes auch genießen. Er wird in seiner Tagessäule durch das Element metall charakterisiert, wodurch ihm die Möglichkeit des Zurückziehens auch entgegen kommt.
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